Klaus Kossmann's kleines Agfa-Museum.
AGFA suchen und sammeln.

Wenn es noch dunkel war, z.B. morgens um fünf Uhr, traf man mich mit einer Taschenlampe
auf Floh- oder Antikmärkten. Dort hielt ich seit 1972 Ausschau nach historischen Fotoapparaten.

In den Anfängen meiner Sammelleidenschaft war ich jedes Wochenende unterwegs.
Inzwischen habe ich es dadurch zu einer außergewöhnlichen Sammlung gebracht,
mit der ich die Geschichte des deutschen Weltunternehmens Agfa, die 1867 begann, weitgehend
dokumentieren kann.
Von Platten- und Rollfilm- Fotoapparaten über Filmcameras, Boxkameras,
Dunkelkammer-Utensilien, Literatur, Werbung, und den beliebten Agfa-Pocketkameras
aus den 70er Jahren bis hin zu Agfa-Digitalkameras,- in "Klaus Kossmann's
kleinem AGFA-Museum" geht dem Kamerafreund das Herz auf.
In Büchern über die Geschichte der Photographie wurden schon seltene
Exemplare aus dieser umfangreichen Sammlung fotografisch dokumentiert.
An so ein Hobby muß man mit Herz und Verstand rangehen, die
Sammelleidenschaft eingrenzen, sonst wird sie schnell zur Sucht!
Ich selbst habe mich deshalb auf das Agfa - Sammeln
spezialisiert.
Das ältestste von Agfa in der Sammlung sind
ein paar Fläschchen Anilinfarben aus der
Frühzeit der "Actien-Gesellschaft
für Anilin- Fabrikation",-
also: > A G F A < ( 1867 ).
Die Herstellung dieser Farben bildete später
die Grundlage für die photographische Abtei-
lung von Agfa. 1924 übernahm Agfa das Kamera-
Unternehmen Rietzschel in München und fertigte damit
erstmalig auch Fotoapparate und Objektive.
Zuvor produzierte Agfa Entwicklungsmittel, Trockenplatten und ähnliches. Das Rodinal, das der
Fotograf noch heute in seiner Dunkelkammer zur Entwicklung von Schwarzweiß-Filmen benutzt,
wurde 1888 von Agfa auf den Markt gebracht.

Gerne präsentiere ich die Agfa-"Billy"-Rollfilm-Cameras. Mit diesen Modellen, die für eine breite
Masse erschwinglich und leicht bedienbar war, kam fürAgfa 1928 der große Durchbruch.
Ähnlich war es mit den Pocket-Kameras in den 70er Jahren gewesen.

Als die Japaner in den 70er Jahren mit ihren Spiegel-Reflex-Kameras den Markt eroberten,
mußte das deutsche Unternehmen zurückstecken, blieb aber weiterhin als Film- Hersteller gefragt.

Seit 1995 war Agfa in dem Bereich Digital-Kamera wieder ganz vorne dabei, bis 2002 dieser Bereich
eingestellt wurde.

Damit meine Sammlung immer mehr erweitert wird, besuche ich Fotobörsen und lese auch viel in
der fotografischen Fachliteratur. Ich habe mit fast jeden Fotoapparat meiner Sammlung fotografiert!

Manchmal mische ich auch alte und neue Techniken. Es werden von mir alte Photo-Glasplatten in
den Computer eingescannt und mit Bildbearbeitungs-Programmen restauriert.